Pferdeausbildung & Problempferde

Pferdeausbildung

Jedes Pferd hat seine eigene Persönlichkeit und hat auch in der Ausbildung individuelle psychische und physische Bedürfnisse. Diese gilt es für uns herauszufinden und das Training darauf abzustimmen. Je nach Alter, Charakter, Ausbildungsstand, Problemen und Anatomie des Pferdes, sowie Zielen des Besitzers entwickeln wir einen individuellen, abwechslungsreichen Ausbildungsplan für das Pferd.

Die Pferdeausbildung kann sich vom Umgang mit dem Pferd, über Bodenarbeit, Handarbeit, Gelassenheitstraining, Longieren, Anreiten bis zum Reiten auf dem Platz und im Gelände erstrecken.  Die klassische Ausbildungsskala sowie faires, korrektes Ausbilden der Tiere gilt für uns als unantastbare Grundlage. So werden junge Pferde immer zuerst vom Boden und gebisslos z.B. mit Kappzaum oder Knotenhalfter gearbeitet. Je nach Ziel oder Problemen des Pferdes nutzen wir auch gern weitere alternative Methoden.

Jungpferde nehmen wir erst ab 4 Jahren unter den Sattel. Die Arbeit vom Boden oder andere Herausforderungen können natürlich auch schon früher beginnen.

Da letztendlich Pferd und Besitzer als Team funktionieren sollen, binden wir den Besitzer in das Training mit ein. Hier kann es sinnvoll sein auch weitere Angebote wie unsere Theoriestunden oder Einheiten mit unseren Trainingspferden zu nutzen, um sich weiterzuentwickeln.

Beispiele

Emmi und Annett

Die 4-jährige Emmi war 2018 vier Monate zur Grundausbildung bei uns. Schonend haben wir begonnen sie mit allem nötigen vertraut zu machen.

Am Ende der Ausbildung konnte ihre Besitzerin mit ihr die ersten tollen Runden, auch schon im Gelände, drehen. Annett und Emmi haben uns auch 2019 wieder besucht, um die Ausbildung weiter zu festigen.

 

Loris und Katja

Der nun 4-jährige Loris kam im Herbst 2018 zur Grundausbildung zu uns. Vorerst mussten wir, da er aus Italien importiert wurde, seinen Gesundheitszustand (Fütterung, Hufe usw.) verbessern, bevor das Training beginnen konnte. Nach nun 8 Monaten ist er super fit und munter und hat die Grundausbildung als Reitpferd absolviert. Die Besitzerin Katja kann seit kurzen die ersten selbstständigen Reiteinheiten mit ihm genießen und hat während der Ausbildung des Pferdes sehr viel mit trainiert.

Beispiele

Esty und Romy

Die schwere Warmblutstute Esty, lebt bei uns auf der Anlage und war einige Monate in Beritt bei uns. Ihre Besitzerin Romy nimmt regelmäßig Praxis-und Theorieunterricht.

 

"Problempferde"

Im Umgang mit dem Pferd können sich Probleme einschleichen, die man selbst nicht mehr lösen kann. Ein körperliches oder seelisches Problem des Pferdes könnte vorliegen oder der Besitzer ist noch nicht in der Lage dem Pferd die nötige Klarheit, Ruhe, Respekt und Vertrauen zu vermitteln. Eigentlich gibt es in diesem Sinne keine "Problempferde", sondern eher Pferde mit Problemen.

Der Umgang für den Besitzer wird ggf. gefährlich, es kommt zu Unfällen oder alltägliche Situationen werden zur unlösbaren Herausforderung, die extrem nervenaufreibend sind. Das Pferd ist z.B. immer nervös, lässt sich nicht verladen, schlägt, beißt oder zeigt ander unerwüschte Verhaltensweisen. Ursachen können sehr vielfältig sein; unpassendes Equipment, Angst, Stress, Frustration, körperliche Beschwerden uvm.

Für uns gilt es hier zunächst das Pferd und seinen Charakter genau kennenzulernen und das Training darauf abzustimmen. Ein langer Weg mit kleinen, schonenden Trainingsschritten ist wichtig. Oft ist es sinnvoll ander Experten wie Tierärtze, Physiotherapeuten, Dentisten, Sattler u.ä. in die Behandlung einzubeziehen, um Probleme ganzheitlich zu lösen. Auch die Änderungen der Haltungs-und Fütterungsbedingungen spielen oft eine Rolle. Langwierige "Problemfälle" nehmen wir deshalb vorrangig bei uns auf der Anlage auf.

 

Ablauf

Analyse Ist-Zustand: Wir analysieren gemeinsam die Probleme und schauen uns das Pferd und seine Probleme an. Ggf. klären wir andere Ursachen der Probleme mit Tierärtzen, Physiotehrapeuten u.ä.

Trainingsplan: Wir erstellen eine Fahrpaln für das Training und die Ziele.

Training: Wir arbeiten mit ihrem Pferd zunächst selbst. Bodenarbeit, Longe, Anhänger, Gelände, Satteln, Hufe geben kann Teil des Trainings sein. Dies hängt von dem Problemen und deinen Zielen ab.

Später arbeiten wir gemeinsam mit dir und dem Pferd, so dass du lernen kannst die Situationen zu meistern und klar zu kommunizieren.Deine eigene Persönlichkeit und die Analyse eigener Probleme wie Auftreten, Selbstsicherheit, Ruhe und Vertrauen können hier thematisiert werden.

Follow-up: Gern begleiten wir dich und dein Pferd langfristig, um eure Erfolge zu festigen. Dies kann bei dir oder bei uns auf der Anlage geschehen.

Beispiele

Tigue

Der 7-Jährige Connemarawallach Tigue wurde als Familienpony gekauft und begann leider nach wenigen Monaten im neuen Zuhause zu treten und sich nur noch schlecht anfassen zu lassen.

4 Monate war  er zur Ausbildung bei uns. Wir arbeiteten zunächst vom Boden aus an Respekt und Vertrauen, mentaler und physischer Losgelassenheit. Nach kurzer Zeit konnte man ihn wieder anfassen und das Hufe geben klappte auch ohne treten. Im weiteren Trainingsverlauf haben wir ihn wieder geritten und die Familie in die Arbeit.

 

Albert und Melanie

Der Warmblutwallach Albert kam mit vielen Baustellen zu uns. Die Besitzer Melanie und Steffen wollten ihm eine bessere Haltung ermöglichen, damit es ihm besser geht.

Sein Fütterungszustand war schlecht, er hatte Probleme mit den Hufen sowie dem Bewegungsapparat und der Muskulatur.

Zunächst durfte Albert in der Herde ankommen, Heu ad libitum genießen und bekam Huforthopädische Behandlungen sowie einen Kunsstoffbeschlag.

Schonend haben wir ihm lange vom Boden aus gearbeitet um den Bewegsungsapparat zu unterstützen, Muskulatur aufzubauen, Seine verkrampfte Haltung und seine extreme Schiefe zu korrigieren. Nach vielen Monaten Training ist aus ihm ein sehr fitter Kerl geworden, der sich super reiten lässt.

Beispiele

Franki und Bettina

Der Tinkerwallach Franki kam mit einigen Problemchen zu uns. Franki hatte gelernt an der Longe gezielt zu treten, beim Reiten zu buckeln und der Umgang für die Besitzerin war geprägt von Angst und Unsicherheit. An Reiten war vorerst nicht zu denken. Auch die Gesundheit des Pferdes bereitete Sorgen.

Nach der Anlayse stand fest, dass wir zunächst den Fütterungszustand von Franki verbessern mussten. Erst dann war an weitreres Training zu denken. Franki musste Grenzen und Regeln neu kennenlernen und die Beziehung zum Menschen musste wieder gestäkrt werden. Regelmäßige Boden, und Longenarbeit von uns war notwendig. Erst dann konnte die Besitzern wieder einbezogen werden.

Zur Vorbereitung auf das Reiten musste der Sattel getauscht werden, da der alte Sattel Franki Schmerzen bereiten musste, denn er war viel zu lang. Weiteres Equipment wurde getauscht und so war nach der Respekts-und Vertrauensarbeit am Boden das Reiten kein Problem. Nun ist Franki seit mehreren Monaten in Vollberitt und hat sich seither sehr verbessert. Auch Bettina hat wieder Spaß am Reiten.

Wir widmen uns besonders gern:

  1. der altersgemäßen, schonenden Grundausbildung junger Pferde, (Beritt ab 4 Jahren)
  2. dem Wiederaufbau/Reha von Pferden, 
  3. „Korrektur- und Problempferden“,
  4. der begleitenden Ausbildung als Unterstützung für den Besitzer oder auch
  5. der langfristigen Ausbildung der Pferde und Besitzer.

Als Trainer, Bereiter und Pädagogen bilden wir uns ständig in Schulungen und Lehrgängen weiter (siehe Team). Außerdem haben wir ein breites Netzwerk an Partnern aufgebaut, denn oft kann es nötig sein körperliche oder gesundheitliche Probleme des Pferdes vor dem Training auszuschließen oder zu beheben. Bei Bedarf vermitteln wir gern an Experten in den Bereichen Pferdemedizin, Pferdephysiotherapie- und Osteopathie, Hufbearbeitung- und Orthopädie, Sattel und Equipment uvm.