Pferde "Fairstehen" - Umgang und Kommunikation

Umgang und Kommunikation mit dem Pferd ist Grundlage aller weiterführenden Arbeit und wird viel zu oft vernachlässigt oder sogar übersprungen. Darum findest du hier viele verschiedene Untermodule (siehe Kästen unten.)  Du kannst sie mit deinem eigenen Pferd absolvieren oder dich mit Hilfe unserer Trainingspferde weiterentwickeln. Beides ist sinnvoll, um

  1. Herausforderungen in Umgang und Kommunikation mit dem eigenen Pferd anzugehen; dies verbessert nachhaltig eure Beziehung und löst Probleme.
  2. Natürlich sind auch diejenigen willkommen, die den Umgang und alltägliche Dinge gern an einem Trainingspferd erarbeiten wollen.  Dabei ist es völlig egal ob du schon Pferdeerfahrung mitbringst oder noch  blutiger Anfänger bist. Häufig löst es Zwänge und schult auch erfahrenere Menschen, Dinge noch einmal an einem fremden und soliden Pferd  zu verinnerlichen und zu üben.  Dabei stehen verschiedene Trainingspferde Verfügung.

Anakin-Skyjumper (10), Deutsches Sportpferd
Lutzemann (10), Deutsches Sportpferd
Aurelia (7) & Amalia (5), Deutsche Sportpferde

Pferde Fairstehen - Kommunikation und Körpersprache

Die Natur der Pferde zu kennen ist Grundlage jeden erfolgreichen Umgangs mit den Tieren. Im Spezialseminar "Pferde fairstehen" lernst du mit mehreren unserer Trainingspferde die Natur der Pferde kennen und verstehen. Hier geht es um deine Persönliche Weiterentwicklung, welche später dir und deinem Pferd zu Gute kommt.

Folgende Fragen spielen im  Training eine Rolle:

  • Wie leben Pferde miteinander; welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben sie zu unseren Sozialstrukturen?
  • Wie kommunizieren Pferde miteinander; Wie erkenne ich Signale?
  • Wir funktioniert gute Führung in der Natur und was kann ich daraus lernen?
  • Welche Persönlichkeitstypen gibt es bei Pferden und Menschen; wie beeinflussen diese die Zusammenarbeit?
  • Welche Rolle spielt mein Auftreten, Welche Rolle spielt Respekt und Vertrauen?
  • Wie kann ich mich weiterentwickeln?

Im Training kombinieren wir Theorie, Beobachtungs- und praktische Übungen. Danach wirst du dich selbst und die Pferde in einem völlig neuen Licht sehen!

Preise ab 50€/Person (auf Anfrage)

auf Wunsch auch für Gruppen und gegen Aufpreis mit Mittagessen, anschließender Auswertung und Videoanalyse (Preis auf Anfrage je nach Wünschen)

sicherer Alltag mit dem Pferd!

Am Anfang einer jeden Mensch-Pferd-Beziehung steht die Ausbildung am Boden.  Viele Reiter haben schon langjährige Erfahrung im Umgang mit dem Pferd, somit sind viele Dinge im Umgang selbstverständlich, bei anderen schleichen sich Fehler, Routinen oder Probleme ein. Wir begleiten dich in diesen alltäglichen Situationen mit deinem Pferd oder stellen Trainingspferde zur Verfügung.

1.Wie sieht es mit dem noch rohen, unerfahrenen  oder schwierigen Pferd aus?  Die meisten Dinge sind hier nicht selbstverständlich!

  • Wie gehe ich in der Grundausbildung vor?
  • Wie übe ich Dinge wie das Anhängen, Putzen, Satteln, Trensen, Führen  und Hufe geben?

 Hierbei ist die oberste Devise das sichere Erarbeiten der verschiedenen Fragestellungen, ohne das junge/unerfahrene Pferd zu überfordern. Nichts ist schlimmer als schlechte Erfahrungen, am Anfang der Ausbildung. Dies kann die Mensch-Pferd-Bindung nachhaltig schädigen!

2. Noch komplexer ist dabei die Arbeit mit Pferden & Menschen, welche schon schlechte Erfahrungen machen mussten oder Probleme in speziellen Situationen haben. Vertrauen zu zerstören geht sehr schnell. Das selbige wieder aufzubauen ist ein sehr langwieriger und anstrengender Prozess.

Der zweite wichtige Baustein ist die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd. Viele Reiter unterschätzen den Einfluss der eigenen Köpersprache, Gestik, Tonalität und Stimmung auf das Pferd. Frei nach der Devise, was gestern ging muss heute auch gehen, ohne dabei auf die eignen Empfindsamkeiten sowie Köpersprache zu achten.  Hierbei geht es vor allem um Selbstreflexion und um genaues beobachten des Pferdes. Außerdem steht in diesem Schritt die Einschätzung des Charakters des Pferdes im Vordergrund. Nicht jedes Pferd ist gleich. Daher ist es unmöglich nach „Schema-F“ vorzugehen.

Gelassenheit und Arbeit am Boden

Jeder Grundstein für eine vertrauensvolle Bindung sowie Ausbildung,  wird zuerst am Boden gesetzt. Wer sich nicht ausreichend mit der Bodenarbeit beschäftigt, wird langfristig auf Probleme stoßen. Bodenarbeit ist hier nicht auf die Stunde auf dem Reitplatz beschränkt sondern beginnt in der Sekunde in der du dein Pferd von der Koppel holst.

Pferde lernen sehr schnell und gerne. Dabei stehen uns verschiedene Hilfsmittel und Methoden zur Verfügung.  Hier  steht zunächst die Fragestellung des Respekts und Vertrauensverhältnisses im Raum.  Wichtige Instrumente sind einzig und allein deine  Körpersprache und dein Handeln in jeder Situation und nicht Gewalt oder Zwang. 

Nicht jedes Pferd lernt gleich oder hat die gleichen Talente. Wichtig ist zu erkennen, wie  ich mein Pferd bestmöglich motivieren und verstehen kann. Ob die Arbeit am Halfter, Kappzaum oder sogar frei stattfindet ist irrelevant und wird vom Pferd "entschieden".

Außerdem  erarbeiten  wir viele Dinge die in der Reitausbildung von großem Vorteil sind. Die meisten Lektionen (z.B. Seitengänge oder Versammlung) sind viel einfacher vom Boden zu erarbeiten, als später unter dem Reiter.

Ein weiterer Aspekt ist das Gelassenheitstraining! Pferde sind von Natur aus Fluchttiere. Dies ist ein natürlicher Instinkt, welcher verschieden stark ausgeprägt sein kann. Das Gelassenheitstraining bereitet Mensch und Pferd in einer geschützten Umgebung, auf viele Situationen beim Reiten, im Gelände oder auf dem Turnier vor. Du und das Pferd werden hierbei mit verschiedenen Dingen konfrontiert und lernt gelassen zu bleiben.

Auch hier kannst du mit deinem Pferd oder den Trainingspferden üben.

Anhänger-/Verladetraining

Das leidige Thema Verladen! Fast jeder hat schon einmal die folgende Situation erlebt:

Man muss schnell irgendwohin und das Pferd sieht dies ganz anders und boykottiert die ganze Aktion. Dabei ist es ärgerlich, wenn man nicht zum geplanten Training oder Turnier fahren kann. Allerdings wird es schnell gefährlich, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, wie zum Beispiel eine Fahrt  in die Klinik. In Notfällen zählt hier jede Minute. Lässt sich das Pferd in dieser Situation nicht verladen, kann das unter Umständen tödlich enden. Daher ist es essentiell, dass sich jedes Pferd in allen Situationen zuverlässig verladen und transportieren lässt.

Beim Verladetraining erarbeiten wir mit dir und deinem Pferd die theoretischen und praktischen Grundlagen.  Dafür steht ein Anhänger vor Ort zur Verfügung.

  • Wie sollte der Anhänger baulich beschaffen sein?
  • Welches Equipment brauche ich?
  • Wie hänge ich den Anhänger an?
  • Wie überprüfe ich die Funktionen?
  • Welche Dinge muss ich beim Auf- und Abladen beachten ?
  • Wie führe ich mein Pferd sicher an die ungewohnte Situation heran?
  • Wie trainiere ich ein Pferd welches schlechte Erfahrungen beim Transport oder beim Aufladen gemacht hat?

Natürlich ist es auch möglich die Dinge mit einem Trainingspferd von uns zu erarbeiten und zu üben.

Richtig Longieren!

Ein tief am Gebiss ausgebundenes, stupide im Kreis rennendes Pferd, welches  nur seinem Bewegungsdrang nachgeht, liegt fernab unserer Vorstellung vom korrekten Longieren.  Auch ein starr in der Mitte stehender Longen- und Peitschenführer ist für eine effektive Kommunikation mit dem Pferd nicht sinnvoll.

Das Longieren, dosiert eingesetzt, bildet jedoch eine wichtige Grundlage in der Ausbildung und im Training des Pferdes. Richtig angewandt, kann man sehr viele positive Ergebnisse erwarten.

  • Erarbeitung von Kondition und Ausdauer
  • Verbesserung der Bemuskelung  und somit der Fähigkeit das Reitergewicht tragen zu können
  • Erarbeitung verschiedener Lektionen
  • Verbesserte Kommunikation zwischen Mensch und Pferd
  • Gewöhnung an die Ausbildung
  • Gymnastizierung  und Flexibilität
  • Korrektur der natürlichen Schiefe oder bestehender Schonhaltungen
  • Korrektur falscher Bemuskelung
  • uvm.

Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Der wichtigste Baustein beim Training ist die Kappzaumlonge. Hierbei lernen Mensch und Pferd den korrekten Umgang beim Longieren sowie Köpersprache und effektiven Aufbau der Trainingseinheit. Wichtig ist hierbei vor allem, das Erarbeiten einer anatomisch korrekten Dehnungshaltung, im Optimalfall ohne Ausbinder.

Auch Knotenhalfter oder Doppellonge findet Anwendung im Training. Hierbei kann man vor allem schon gefestigte Grundlagen weiter ausbauen und speziell an schwierigen Lektionen arbeiten. Auch hierfür stehen unsere gut ausgebildeten Trainingspferde zur Verfügung.